Vertrauenskommunikation

Innerhalb einer sozialwissenschaftlichen Analyse der Rahmenbedingungen von Vertrauen ist die nicht vernachlässigbare Unsicherheit (vgl. Wenzel, 2002) des Kooperationserfolgs von entscheidender Relevanz. Vertrauen ist mit einem Sich-Einlassen auf Unsicherheit, mit der Akzeptanz einer potentiellen Schädigung durch den Vertrauensnehmer verbunden. Ausgehend von einem durch Kooperation zu lösenden sozialen Problem erbringt der Vertrauensgeber einseitig einen ersten Handlungsbeitrag im Bewusstsein, dass der Vertrauensnehmer frei in der Erwiderung bzw. schrittweisen Vervollständigung des Projekts ist.

Um jedoch die Handlungen des Vertrauensnehmers in die erwartete positive Richtung zu lenken, bedarf es einer Kommunikation mit ihm, bedarf es eines kommunikativen Austausches zwischen beiden Akteuren. Innerhalb eines solchen kommunikativen, interaktiven, sequentiellen Austausches kann dann das am Anfang durch die einseitige Vorleistung initiierte Kooperationsprojekt gemeinsam erfolgreich realisiert werden (vgl. Wenzel, 2001).